Trio verstärkt TTC-Herren

Van gen Hassend hält Top-fünf-Platzierung für realistisch

Für den Tischtennis-Club Lampertheim kann die neue Saison kommen. „Wir haben wieder eine sehr gute Truppe zusammen und erstmals sogar sechs Spieler im Kader“, sagt TTC-Vorsitzender Uwe van gen Hassend mit Blick auf die erste Herrenmannschaft, die weiter in der 3. Bundesliga Nord antreten wird.

Drei Spieler werden die Südhessen verstärken. Vom Süd-Drittligisten TV Worms-Leiselheim kommt Vladimir Anca. Der 22-jährige Deutsch-Rumäne wollte nach sieben Jahren einen "Tapetenwechsel“, erklärt van gen Hassend. Ebenfalls 22 Jahre alt ist Mahmoud Helmy. Auch der ägyptische Juniorenmeister spielte zuletzt in der 3. Liga Süd, beim TTC Wohlbach. „An ihm waren wir schon letztes Jahr dran“, verrät der TTC-Boss: „Er hat eine sehr gute Entwicklung genommen, ist total motiviert und wird in Deutschland bei einem uns bekannten Bundesligisten trainieren.“ Der dritte Neuzugang ist ein alter Bekannter: Istvan Molnar (Bild), auch er ist 22, kehrt nach einem Jahr zum TTC zurück. Der mehrfache U-21-Champion Ungarns war im vergangenen Sommer in die neu formierte Extraliga seines Heimatlandes gewechselt. „Er macht im Frühjahr seinen Master und wird nicht alle Spiele absolvieren können. Aber mit insgesamt sechs Spielern sind wir etwas flexibler“, meint van gen Hassend.

Planung ohne Stankevicius

In sein fünftes TTC-Jahr geht der Litauer Alfredas Udra. Weiter an Bord sind zudem Udras Landsmann Tomas Mikutis sowie der Russe Dmitry Zakharov. „Dmitry wird aber nur bedingt einsetzbar sein, weil er in St. Petersburg lebt“, weiß van gen Istvan Molnar kehrt zwar zum TTC zurück, er wird aber nicht alle Spiele für die Lampertheimer bestreiten können. Hassend um die Corona-Reisebeschränkungen von und. nach Russland. Abgänge gab es keine. Wie van gen Hassend indes berichtet, ist der Kontakt zum Litauer Medardas Stankevicius „während der vergangenen Saison eingeschlafen“.

In die neue Runde starten die TTC-Herren Stand jetzt am 19. September mit einem Heimspiel gegen den SVH Kassel, Als Favoriten macht van gen Hassend Union Velbert und den SC Buschhausen aus, Von der Qualität seiner Mannschaft ist Lampertheims Vorsitzender derweil überzeugt, „Wenn wir in Bestbesetzung antreten können, bin ich mir ganz sicher, dass wir unter die Top Fünf kommen. Fit werden unsere Jungs auf jeden Fall sein, verstecken brauchen wir uns vor niemandem“, sagt van gen Hassend, der eine große Aufbruchstimmung verspürt: „Alle freuen sich, dass hoffentlich im September wieder gespielt werden kann. Unsere Tour zum Auswärtsspiel nach Berlin am 20. November ist schon ausgebucht.“ Nach der vergangenen Saison, in der die TTC-Herren nur ein Ligaspiel absolvierten, weiß varı gen Hassend jedoch, dass das Sportliche allein nicht entscheidend sein wird. Das 3:5 gegen den TTS Borsum im September 2020 war zu einer Farce verkommen. Wegen der Corona-Bestimmungen konnten nur zwei TTC-Stammspieler kurzfristig einreisen. Aufsteiger Borsum hatte alle Vorschläge für eine Verlegung abgewiesen. „Man muss schauen: Wie werden die Vorschriften sein? Wer kann einfliegen? Sind alle vernünftig geimpft?“, betont van gen Hassend deshalb: „Erst einmal wollen wir wieder reinkommen, den Spielbetrieb festigen, die Abläufe wieder automatisieren und Zuschauer in die Halle kriegen.“

Derby gegen Fehlheim

Erstmals seit dem Aufstieg 2016 wird Lampertheim ein Derbyin der Nord-Gruppe bestreiten. Nach den Rückzügen des TTC Fulda-Maberzell II, des TTC Champions Düsseldorf und des SV Siek istneben den Reinickendorfer Füchsen auch der VfR Fehlheim nachgerückt. „Die Fehlheimer machen seit Jahren gute Arbeit. Sie werden eine Mannschaft mit jungen und international erfahrenen Spielern stellen, die absolut wettbewerbsfähig sein wird“, freut sich van gen Hassend: „Ich glaube, vor zehn Jahren waren sie noch in der Bezirksoberliga. Das Derby am 4. Dezember in Bensheim wird für sie wahrscheinlich das Spiel ihrer Vereinsgeschichte.“

Bei den anderen TTC-Teams ist laut van gen Hassend personell alles beim Alten geblieben. Die TTC-Damen treten in der Hessenliga an, die Herren II in der Verbandsliga Süd. Das dritte Herrenteam startet in der Bezirksliga und die Herren IV in der Bezirksklasse. „Die Priorität ist hier, wieder in den Spielbetrieb zu finden und dass die Leute wieder Spaß haben. Es ist nicht entscheidend, ob wir Zweiter, Fünfter oder Achter werden“, weiß der TTC-Vorsitzende, dass viele Akteure bei Saisonstart elf Monate Spielpause hinter sich haben werden.

Quelle: Südhessen Morgen