Lampertheimer Teilerfolg in Velbert

Primus Velbert I ist für den TTC nicht zu schlagen, Velbert II schon / Am Sonntag kommt Buschhausen

Mit zwei von vier möglichen Punkten hat das erste Tischtennis-Herrenteam des TTC Lampertheim den Doppelspieltag beim SV Union Velbert hinter sich gebracht. Im Duell mit Velberts zweiter Mannschaft setzten sich die Südhessen mit 6:3 durch. Beim 1:6 gegen Velberts „Erste“, den Tabellenführer der 3. Bundesliga Nord, gab es für die TTC-Herren wenig auszurichten.

„Das Spiel gegen Velbert II war teilweise hart umkämpft. Am Ende haben wir aber die zwei Punkte geholt und sind auf Platz drei vorgerückt. Damit hatten wir unser Ziel für das Wochenende schon erreicht“, sagte Lampertheims Vorsitzender Uwe van gen Hassend nach der ersten Saisonniederlage. Das Match gegen Velbert I schenkte der TTC nicht ab. „Velbert ist aber mit einer starken Mannschaft angetreten. Lars Hielscher und Constantin Cioti sind schon echte Größen in der Klasse“, hielt der TTC-Boss nach dem ungewöhnlichen Doppelauftritt – der SV Union stellt tatsächlich zwei Teams in der 3. Liga Nord – fest.

2021 Helmy SM

Mahmoud Helmy zog im Einzel gegen Velberts Timotius Köchling trotz Führung in den Sätzen den Kürzeren.

Helmys erste Einzelniederlage

Im hinteren Paarkreuz etwa setzte Velbert I auf Marios Yiangou, der in der „Zweiten“ auf Position zwei aufschlägt. „Das 1:6 spiegelt den Verlauf nicht ganz wider. Ich will nicht so vermessen sein und sagen, dass ein Punkt drin gewesen wäre. Aber ein 3:6 hätte die Leistung eher wiedergegeben“, erklärte van gen Hassend. Dann ergänzte er: „Velbert wird Meister, gar keine Frage. Wir haben schon Spiele 6:2 gewonnen, die wir genauso gut verlieren hätten können. Jetzt gab es eben eine Packung. Das kommt vor.“

Gegen Velbert II (jetzt 4:6 Punkte) startete der TTC mit derselben Doppelkonstellation, die beim 6:2-Heimsieg gegen Schwarzenbek vor zehn Tagen unterlegen war. Alfredas Udra/Tomas Mikutis siegten in drei Sätzen, Mahmoud Helmy/Vladimir Anca verloren gegen Yiangou/Lukas Bosbach mit 7:11 im fünften Satz.

Im Spitzenpaarkreuz stellten Mikutis gegen Adrian Dodean und Udra gegen Yiangou mit zwei Vier-Satz-Erfolgen auf 3:1. Den vierten TTC-Zähler holte Helmy gegen Karl Walter, während Anca in fünf Sätzen gegen Bosbach verlor. Udra (3:0 gegen Dodean) und Helmy (3:2 gegen Bosbach) tüteten den ersten Auswärtserfolg der laufenden Spielzeit ein. Gegen Primus Velbert I stellte der Tabellendritte seine Doppel um – und hatte damit zum Teil Erfolg. Das neue Spitzenduo Udra/Mikutis fertigte Cioti/Yiangou in vier Sätzen ab. Das Doppel 2 (Helmy/Anca) verlor in drei Sätzen gegen Hielscher/Thomas Brosig. Es blieb bei dem einen Punkt für Lampertheim. Doch Mikutis (23:21, 5:11, 10:12, 7:11 gegen Hielscher), Anca (1:3 gegen Yiangou) und Udra (2:3 gegen Hielscher nach 2:0-Führung) verlangten der Top-Garde des Spitzenreiters (jetzt 15:1 Punkte) Einiges ab. Besonders bitter war Helmys erste Einzelniederlage der Saison, er unterlag Timotius Köchling in drei Sätzen. „Mahmoud lag in jedem Satz vorne“, merkte van gen Hassend an.

Am Sonntag (14.15 Uhr) erwarten die Lampertheimer, die jetzt bei 9:3 Punkten stehen, den Zweiten SC Buschhausen (12:2) in der Sedanhalle. „Bis auf sein Spiel gegen Velbert hat Buschhausen alles gewonnen. Diese zwei Teams sehe ich über dem Rest der Liga“, meinte van gen Hassend: „Buschhausen ist also als Favorit zu sehen. Wir sind aber bestimmt nicht chancenlos und wollen ein ordentliches Spiel abliefern.“ Das Selbstvertrauen unter den TTC-Spielern ist groß. Selbst bei einer Niederlage blieben die Spargelstädter vor dem Vierten Schwarzenbek (8:6 Punkte). „Unter die ersten Fünf sollten wir es normalerweise schaffen“, glaubt van gen Hassend.

Wobei die Betonung des TTC-Vorsitzenden nach wie vor auf „normalerweise“ liegt. „Lettland hat wieder einen Lockdown ausgerufen, Litauen ist ein Nachbarland und Hochrisikogebiet. Udra und Mikutis sind zwar – wie alle unsere Aktiven – geimpft. Sollten sie aber irgendwann nicht mehr einfliegen dürfen, haben wir ein Problem“, weiß van gen Hassend. Für das Match gegen Buschhausen sieht der 60-Jährige keine Hürden.

Allerdings hat Lampertheim bis zum 4. Dezember noch drei Spiele vor sich. Die Rückserie des TTC startet am 16. Januar. Am Sonntag gilt gemäß der hessischen Corona-Warnstufe 1 „3G plus“ in der Sedanhalle. Wer nicht geimpft oder genesen ist, benötigt jetzt einen PCR-Test. Ein Schnelltest reicht nicht mehr aus.

Quelle: Südhessen Morgen