„Buschhausen ist ein anderes Kaliber“

3. Liga Nord - TTC kassiert erste Heimniederlage / Am Samstag zu Gast bei den Füchsen Berlin

Auch gegen den zweiten Top-Gegner in der 3. Bundesliga Nord gab es für die Tischtennis-Herren des TTC Lampertheim wenig auszurichten. Mit dem 2:6 gegen den SC Buschhausen kassierten die Südhessen ihre erste Heimniederlage der Saison. „Es waren tolle Spiele dabei, die Zuschauer haben super Ballwechsel gesehen“, sagte TTC-Vorsitzender Uwe van gen Hassend hinterher: „Aber Buschhausen ist ein anderes Kaliber und war an dem Tag einfach besser. Das muss man fair anerkennen. Buschhausen und Velbert werden die Meisterschaft unter sich ausmachen.

Eine Woche nach dem 1:6 bei Union Velbert überließ Lampertheim vor 75 Zuschauern in der Sedanhalle nichts dem Zufall. Auf Position zwei setzte Abwehrspieler Tomas Mikutis aus. Für ihn rückte Istvan Molnar ins Vierer-Team. „Buschhausens Nummer eins und zwei stehen sehr gut gegen Abwehrspieler“, begründete van gen Hassend den Wechsel.

2021 Molnar SM

Istvan Molnar plagen Schulterprobleme. Ob der Lampertheimer in Berlin spielen kann, ist noch offen.

Nach dem Doppelauftakt stand es 1:1. Lampertheims neu formiertes Spitzendoppel Alfredas Udra/Vladimir Anca besiegte Buschhausens Top-Duo Michael Servaty/Thomas Pellny in drei Sätzen. Mahmoud Helmy/Istvan Molnar mussten sich Buschhausens Ewgenij Milchin/Heye Koepke, nach drei Sätzen geschlagen geben.

In den Einzeln wurde es schnell deutlich. Nach den Niederlagen von Udra (0:3 gegen Pellny), Helmy (1:3 gegen Servaty) und Molnar (0:3 gegen Koepke) stand es 1:4. Auf Position vier brachte Anca die TTC-Herren mit einem Vier-Satz-Erfolg gegen Milchin auf 2:4 heran. Wenig später machte Buschhausen den Sack zu. Servaty besiegte Udra in einem packenden Duell der Nummer-eins-Spieler im fünften Satz. Weniger spannend machte es Pellny, der gegen den bei Lampertheim auf Position zwei gerückten Helmy in drei Durchgängen die Oberhand behielt (11:7, 11:9, 11:9).

„Wenn Alfredas gewinnt, kommen wir vielleicht noch mal ran. Istvan lag in seinem zweiten Spiel schon in Führung und Vladimir war in Top-Form“, spekulierte van gen Hassend. Dann fasste er zusammen: „An einem Tag können wir einen Großen ärgern. Dafür hätte gegen Buschhausen aber alles passen müssen.“

In der Tabelle liegt Buschhausen mit 16:2 Punkten jetzt zumindest vorübergehend vor Velbert (15:1). Lampertheim fiel mit 9:5 Punkten wieder hinter den TSV Schwarzenbek (10:6) auf Platz vier zurück. Am Samstag (17 Uhr) ist der TTC zu Gast beim Fünften Füchse Berlin, der bei 6:8 Punkten steht. „Wenn wir gewinnen, sind wir wieder Dritter. Das ist dann auch das Maximum. Aber Platz drei in der 3. Liga ist jetzt nicht so schlecht“, kann van gen Hassend mit dem bisherigen Saisonverlauf leben.

Beim Aufsteiger aus Reinickendorf ist van gen Hassend vor allem Sebastian Borchardt ein Begriff. Die Nummer eins der Füchse steht bei einer Einzelbilanz von 7:1 und dürfte den TTC aus seiner Zeit als Spieler bei Hertha BSC noch kennen. Auch Thomas Englert, der im hinteren Paarkreuz 3:0 Siege vorweist, schätzt der TTC-Boss stark ein. „Wir versuchen, dort zwei Punkte zu holen – auch wenn es in dieser Liga keinen Gegner gibt, bei dem wir sagen können, dass wir da locker gewinnen“, stellt van gen Hassend klar. Noch offen ist, ob Molnar (Schulterprobleme) spielen kann.


Quelle: Südhessen Morgen