Lampertheimer siegen an der Spree

TTC Lampertheim siegt 6:4 in Berlin / Am 04.12. dann das Derby gegen den VfR Fehlheim

Die zwölf mitgereisten Anhänger des Tischtennis-Clubs Lampertheim waren bester Laune. „In Berlin an der Spree – ja, da siegt der TTC!“, skandierte das Dutzend aus dem Ried. Am Ende lagen sie damit goldrichtig: Mit einem 6:4-Sieg bei Aufsteiger Füchse Berlin schloss Lampertheims erstes Herrenteam in der 3. Bundesliga Nord den sportlichen Teil seiner Fahrt in die Bundeshauptstadt ab.

„Für die weitere Stimmung war dieser Erfolg sehr förderlich“, umschrieb es der TTC-Vorsitzende Uwe van gen Hassend. Mit 11:5 Punkten liegen die Südhessen jetzt wieder vor dem TSV Schwarzenbek (10:6) auf Platz drei. „Velbert und Buschhausen sind weg. Danach kommen wir“, merkte der 60-Jährige nicht ohne Stolz an. In Sachen Atmosphäre hält van gen Hassend die Spargelstädter nicht nur ligaweit für konkurrenzlos: „Zwölf Fans auswärts dabei zu haben – das ist im Tischtennis sensationell. Das gibt es in der ersten Bundesliga nicht.“

Dabei fing das Match in Reinickendorf „ganz schlecht an“, wie van gen Hassend berichtete. Wieder einmal lag Lampertheim nach der Doppelphase 0:2 zurück. Alfredas Udra/Vladimir Anca und Tomas Mikutis/Istvan Molnar verloren in vier Sätzen. „Die Doppel bleiben unsere Achillesferse. Das wird uns leider durch die Runde begleiten“, meinte van gen Hassend: „Zum Glück war auf unser hinteres Paarkreuz total Verlass.“
Berlins Top-Spieler Ali-Serdar Gözübüyük – die Nummer eins Sebastian Borchardt setzte aus taktischen Gründen aus – legte mit einem 3:1 über Mikutis nach, TTC-Spitzenmann Udra sorgte gegen Thomas Englert in drei Sätzen für den ersten Gästepunkt. Dann stellten Anca (3:0 gegen Martin Dietrich) und Molnar (3:1 gegen Daniel Bartels) auf 3:3.

Udra1

Alfredas Udra lieferte sich mit mit Berlins Spitzenspieler Ali-Serdar Gözübüyük ein heißes Duell, das der Litauer in Diensten des TTC im fünften Satz gewann.


Im zweiten Einzeldurchgang verlor Mikutis in fünf Sätzen gegen Englert. Die Vorentscheidung spielte sich quasi zeitgleich ab. Udra holte gegen Gözübüyük ein 0:2 nach Sätzen auf. Der fünfte Durchlauf war nichts für schwache Nerven. Nach 0:4- und 4:6-Rückständen zog Udra auf 10:6 davon, hatte dann beim Stand von 10:11 einen Matchball gegen sich – und gewann schließlich 14:12. Den Rest erledigten Molnar (3:0 gegen Dietrich) und Anca (3:1 gegen Bartels). „Istvan ist für Mahmoud Helmy eingesprungen, der ein Ranglistenturnier in Ägypten bestritten hat. Er hat seine Einzel trotz seiner Schulterprobleme recht klar gewonnen. Vladimir Anca ist fast schon als Bank zu bezeichnen“, freute sich van gen Hassend.

Derby gegen Fehlheim

Am Wochenende sind die TTC-Herren spielfrei. Zum Ende der Vorrunde bestreitet Lampertheim am Samstag, 4. Dezember (17.30 Uhr), erstmals ein Derby in der 3. Liga. Es geht zum VfR Fehlheim. Der Aufsteiger aus Bensheim liegt mit 2:12 Punkten auf dem vorletzten Platz. Trotz der aktuellen Corona-Lage ist van gen Hassend guter Dinge, dass die Partie stattfinden wird. „Die Frage wird eher sein, ob Zuschauer reindürfen“, sagt er. In Berlin habe schon 2G gegolten, so van gen Hassend. Die 2G-Regel, die in Hessen ab Donnerstag für die Innenräume von Sportstätten – und damit auch in Sporthallen – bei einer Hospitalisierungsrate von 3 greifen soll (2G+ bei einer Rate über 6), bereitet dem TTC-Boss vorerst kein Kopfzerbrechen: „Von unseren 60 Aktiven sind bis auf eine Person aus gesundheitlichen Gründen alle geimpft.“


Quelle: Südhessen Morgen