Matchwinner Alfredas Udra

Lampertheim besiegt Füchse Berlin zum Rückrundenstart mit 6:4 / 2G-Plus-Regel kein Problem für TTC

„Wenn wir die zwei Punkte mit einem 6:4 bei uns behalten würden, wäre ich hochzufrieden”, hatte Uwe van gen Hassend, der Vorsitzende des TTC Lampertheim, vor dem Rückrundenstart des ersten Herrenteams gegen die Füchse Berlin erklärt. Und was machten die Tischtennis-Cracks des TTC? Sie lieferten wie bestellt: Mit einem 6:4- Heimerfolg festigten die Spargelstädter den dritten Platz in der 3. Tischtennis-Bundesliga Nord.

„Das war zwar nicht herausragend. Aber wir haben die zwei Punkte geholt und Berlin zum zweiten Mal mit 6:4 geschlagen“, sprach van gen Hassend hinterher von einem „Arbeitssieg“ unter besonderen Umständen: „Es war das erste Spiel nach einer Pause, in der lange unklar war, ob wir überhaupt spielen würden. Außerdem hatte es Vladimir Anca etwas mit dem Training übertrieben und starken Muskelkater.“

Einzelne Spieler hebt van gen Hassend nur ungern hervor, zumal gegen Berlin alle vier TTC-Akteure in der Einzelphase punkteten. Doch an der Tatsache, dass Alfredas Udra der Matchwinner war, kam der TTC-Boss nicht vorbei. „Alfredas hat nicht nur die Big Points geliefert. Als unser Spielertrainer hat er auch Mahmoud Helmy im zweiten Einzel zum Sieg verholfen. Spieltaktisch ist er herausragend. Er ist unser Leader und für uns Gold wert“, holte van gen Hassend aus. Dann lobte er das TTC-Kollektiv, das aus taktischen Gründen ohne Tomas Mikutis auf Position zwei antrat: „Im Spaziergang geht es bei uns nicht, aber im Gesamten reicht es oft für sechs Spielpunkte. Das spricht für das Team.“

2021 Alfredas

Gegen die Füchse Berlin ließ sich Spielertrainer Alfredas Udra nie aus der Ruhe bringen, auch nicht bei Rückstand

Im Doppel mit Istvan Molnar stellte TTC-Spitzenmann Udra zunächst einen Punkt in drei Sätzen sicher. In den Einzeln brachte es der litauische Nationalspieler fertig, die Top-Leute der Füchse in Schach zu halten. Gegen Berlins Nummer 2, Ali-Serdar Gözübüyük, lag Udra nach drei Sätzen zurück. Im fünften Durchgang führte Gözübüyük schon 7:3. Dann drehte Udra auf. Mit einem 12:10-Erfolg sorgte er für den wichtigen 2:2-Zwischenstand. Das Duell der Spitzenspieler gegen Füchse-Routinier Sebastian Borchardt entschied Udra in drei Sätzen zur 4:3-Führung für sich.

Im ersten Durchgang hatte Anca (3:1 gegen Daniel Bartels) den dritten TTC-Punkt gesichert. In Durchgang zwei durfte auch der auf Position zwei hochgerückte Helmy gegen Gözübüyük nach einem 1:2-Rückstand im fünften Satz jubeln - 5:3. Nach Ancas 0:3 gegen Thomas Englert machte Istvan Molnar mit einem Drei-Satz-Erfolg über Bartels den Heimsieg perfekt. Das letzte Einzel stand unter ganz kuriosen Vorzeichen. „Die Berliner mussten um 18 Uhr den Zug nach Mannheim nehmen. Vor dem Spiel wollten sie deshalb, dass wir die Pausen zwischen den Spielen verkürzen. Und das, nachdem wir ursprünglich das Spiel verlegen wollten“, berichtete van gen Hassend: „Wir haben sie um kurz vor 6 zum Bahnhof gebracht. Der Zug in Lampertheim hatte zehn Minuten Verspätung, den Anschlusszug in Mannheim haben sie wohl noch bekommen.“

In der Sedanhalle galt 2G-Plus, gut 50 Zuschauer kamen. „Für uns gelten ja schon länger die strengsten Vorschriften. Fünf oder sechs Personen hatten einen Test, alle anderen - auch die Spieler, Schiedsrichter und unsere Helfer - waren geboostert“, so van gen Hassend. Für den TTC (jetzt 15:5 Punkte) geht es in zwei Wochen mit einem Doppelspieltag in Norddeutschland weiter. Am 29. Januar steht die Partie beim Vierten Schwarzenbek (12:8 Punkte) an, einen Tag später wartet Schlusslicht Bargteheide (3:17).

Quelle: Südhessen Morgen