Personalplanungen laufen beim TTC

Drittligist erwartet für die kommende Spielzeit Veränderungen im Kader

Die spontane „Nachbarschaftshilfe“, von der Uwe van gen Hassend im Vorfeld sprach, entpuppte sich als ein weiterer Meilenstein für den Bundesliga-Standort Lampertheim. 70 Zuschauer waren am Sonntag beim 6:4-Sieg von Spitzenreiter DJK Sportbund Stuttgart über den Tabellenzweiten TV Leiselheim in der Sedanhalle.

„Es war wirklich ein Top-Spiel. Für die Leiselheimer, die sonst knapp 30 Zuschauer haben, war das außerdem ein Zuschauerrekord“, hält TTC-Vorsitzender van gen Hassend nach dem Gipfeltreffen der 3. Tischtennis- Bundesliga Süd stolz fest. Wegen einer behördlichen Regelung hatte Leiselheim ohne Halle dagestanden. Der am vergangenen Wochenende spielfreie TTC sagte den befreundeten Wormsern seine Unterstützung zu, Lampertheims Sportwart Jens van gen Hassend stellte quasi über Nacht ein Helferteam zusammen. „Das hat alles gepasst“, weiß Vater van gen Hassend, bei wem er sich zu bedanken hat.

Am Sonntag nach Kassel

Am nächsten Sonntag (14.15 Uhr) ist der TTC in der 3. Bundesliga Nord wieder selbst gefordert, es geht zum SVH Kassel. Bei den Nordhessen, die gleichauf mit Schlusslicht VfR Fehlheim (4:18 Punkte) den ersten von zwei direkten Abstiegsplätzen belegen, wollen die Spargelstädter (18:8) nichts anbrennen lassen. „Wir sind der Favorit und wollen gewinnen“, macht van gen Hassend deutlich.

Personell spricht wenig gegen einen Erfolg. Bis auf Mahmoud Helmy, der für seine Uni-Abschlussprüfungen in Ägypten weilt, stehen den Südhessen alle Mann zur Verfügung. Für umso wichtiger hält es van gen Hassend, an die Einstellung zu appellieren. „Es gibt keine Mannschaft in dieser Liga, bei der wir einfach „Guten Tag“ sagen und die Punkte mitnehmen. Wir müssen in jedem Spiel eine ordentliche Leistung abrufen“, betont der TTC-Boss - und merkt an: „Für Kassel geht es um jeden Punkt.“

In Schwarzenbek (3:6) und bei Kellerkonkurrent TSV Bargteheide (1:6) bezog der SVH zuletzt empfindliche Niederlagen. Lampertheims 6:2-Erfolg im Hinspiel gegen Kassel am ersten Spieltag sei erst „nach hartem Kampf zustande gekommen“ und „kein Spaziergang gewesen“, erinnert van gen Hassend, der die Nordhessen als einen der publikumsstärksten Drittligisten schätzt: „In guten Zeiten hatten sie ihre 100 Zuschauer.” Doch auch der TTC darf beim hessischen Nord-Süd-Duell auf die Unterstützung seiner Fans setzen. Ursprünglich hatten die Lampertheimer 18 Zugplätze gebucht. Wegen Gleisarbeiten auf der Strecke steigt der TTC-Tross jetzt allerdings auf Pkws um.

Vertragsgespräche laufen

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Der TTC Lampertheim will Spielertrainer Alfredas Udra halten. „Es ist unser Bestreben, dass er bleibt“, sagt Clubboss Uwe van gen Hassend.

Bei fünf ausstehenden Begegnungen - zum Saisonabschluss kommt es am 3. April zu Hause zum Derby gegen Fehlheim - denkt der TTC schon an die kommende Runde. „Die Gespräche laufen“, stellt van gen Hassend klar. Bis zum 15. März müsse der Club eine Verpflichtungserklärung für die 2. und 3. Bundesliga beim DTTB abgeben, teilt der Vereinsvorsitzende mit. „Es kann durchaus Veränderungen im Kader geben. Ich gehe ehrlich gesagt auch davon aus“, sagt van gen Hassend. Namen nennt der TTC-Chef nicht. Die Lampertheimer wollen generell weiter mit „jungen, entwicklungsfähigen Spielern“ arbeiten. Nur bei Spitzenmann Alfredas Udra, der bei den TTC-Herren auch die Position des Spielertrainers bekleidet, lässt sich van gen Hassend ein wenig aus der Reserve locken: „Es ist unser Bestreben, dass er bleibt. Aber noch ist es zu früh, um etwas bekanntzugeben.“

Quelle: Südhessen Morgen