TTC vor der Vizemeisterschaft

Lampertheim trotz 2:6 gegen Velbert klar im Vorteil

Der TTC Lampertheim ist seinem Traum von der zweiten Vizemeisterschaftin der 3. Tischtennis- Bundesliga Nord nach 2019 ein großes Stück näher gekommen. Zwar verlor das erste TTC-Herrenteam sein Heimspiel gegen Meister Union Velbert mit 2:6. Das zuvor geplante Verfolgerduell beim SC Buschhausen ging jedoch kampflos an den TTC. Wegen anhaltender Corona-Nöte musste Buschhausen auch sein Match gegen den TSV Bargteheide absagen. Beide Spiele werden mit 0:2 Punkten und einem 0:6 gegen den SCB gewertet.

„Ich glaube, wir hätten auch so eine reelle Chance gegen Buschhausen gehabt“, sagte Lampertheims Vorsitzender Uwe van gen Hassend nach der Niederlage gegen Velbert. In Sachen Vizemeisterschaft hat der TTC jetzt alle Trümpfe in der Hand. Am letzten Spieltag (3. April, 14 Uhr) empfängt der Tabellenzweite (24:10 Punkte) Schlusslicht VfR Fehlheim zum Derby in der Sedanhalle. Buschhausen (19:9) hat noch vier Spiele vor sich, darunter die Partien bei Velbert I (83:1) und beim Dritten Velbert II (20:12).

Tomas Mikutis spielt stark auf

Zuletzt waren bei Buschhausen drei Spieler coronabedingt ausgefallen. Ob sie für die zwei bevorstehenden Doppelspieltage fit sein werden, ist unklar. „Velbert wird gegen Buschhausen gewinnen wollen“, ist sich van gen Hassend sicher. Und ergänzte: „Wenn wir Vizemeister werden, ist das für uns das absolute Maximum in dieser Liga.“

Sportlich konnte der TTC trotz des 2:6-Endstands überzeugen. „Die 80 Zuschauer haben ein wirklich gutes Tischtennis-Spiel mit tollen und langen Ballwechseln gesehen“, fand van gen Hassend. Für einen Glanzpunkt sorgte Tomas Mikutis. Lampertheims Nummer zwei brachte Velberts Spitzenmann Constantin Cioti die erste Saisonniederlage bei. „Bei Tomas’ 3:0-Sieg gegen Cioti stand die Halle Kopf. Allein dieses Match war das Eintrittsgeld wert“, sagte der TTC-Chef.

2021 Mikutis SM 2

Angriffslustig: Der Lampertheimer Tomas Mikutis zeigte in seinem Einzel eine sehr gute Leistung.

Mikutis stellte den 1:3-Zwischenstand sicher. Wenig später sorgte Mahmoud Helmy mit einem 3:0 gegen Timotius Köchling für das 2:3. Mehr ließ der frischgebackene Champion aus Velbert nicht zu. „Schade war, dass wir beide Doppel verloren haben und damit 0:2 zurücklagen“, meinte van gen Hassend. TTC-Spielertrainer Alfredas Udra agierte diesmal glücklos. Im ersten Einzel unterlag Lampertheims Nummereins Marios Yiangou im vierten Satz mit 11:13. Im zweiten Durchgang lag der Litauer im fünften Satz mit 8:4 gegen Cioti vorn, verlor aber noch mit 8:11. „Nach dem 8:4 waren Netzbälle und Kantenroller im Spiel“, sagte van gen Hassend. Nach der knappen Vier-Satz-Niederlage von Mikutis gegen Yiangou (11:6, 11:13, 10:12, 5:11) war die Partie gelaufen.

„Es gibt Gründe, warum Velbert die beste Mannschaft der Liga ist“, erkannte der TTC-Vorsitzende an. Dass Mikutis stark aufspielte, freute van gen Hassend besonders. Der Defensivspezialist hatte kurz vorher für die neue Runde zugesagt. „Tomas wird bleiben. Er hat sich in der Rückrunde stark verbessert und greift immer häufiger auch an. Dass er so einen Auftritt hinlegt, war der Knaller“, erklärte van gen Hassend. Vor Mikutis hatte bereits Udra seine Zusage erteilt. Dagegen wird Helmy gehen. Die Nummer drei hatte sich einen Platz im Spitzenpaarkreuz gewünscht. Den kann ihm der TTC wegen der QTTR-Wertung nicht anbieten. „Wir gehen aber freundschaftlich auseinander“, betonte van gen Hassend.

Quelle: Südhessen Morgen