Kein Ersatz für Castro

Wie der TTC zum Top-Spiel nach Velbert fährt

Für den TTC Lampertheim hätte der kommende Samstag der Tag der Entscheidung im Kampf um Meisterschaft und Aufstieg in der 3. Tischtennis-Bundesliga Nord sein sollen. Seit Ende März ist aber offiziell bekannt: Das Gipfeltreffen zwischen dem Spitzenreiter aus Südhessen und dem Tabellenzweiten Union Velbert II am vorletzten Spieltag (Spielbeginn um 17.30 Uhr) ist eigentlich keines mehr.

P1100144 Milo Timmothy Marc 800pxMaximale Enttäuschung bei den restlichen Spielern des TTC über den Ausfall von Castro im "Spitzenspiel"
  

Die TTC-Herren werden ohne ihre Nummer zwei Rogelio Castro antreten müssen, der in dieser Woche zu einem Turnier mit der mexikanischen Nationalmannschaft nach Südamerika reist. Dass der 21-Jährige zur neuen Saison nach Velbert wechseln wird, hinterlässt dabei einen faden Beigeschmack (wir haben berichtet). Velbert lehnte alle Verlegungsvorschläge aus Lampertheim ab, Castro bestand derweil auf seinen Einsatz im Nationalteam.

Ihren taiwanesischen Ersatzmann Wen-Che Lin Cheng können die Spargelstädter nicht kurzfristig einfliegen lassen. Laut dem TTC-Vorsitzenden Uwe van gen Hassend äußerten unter anderem die Eltern des 17-Jährigen Bedenken, ihren Sohn angesichts der weltpolitischen Lage nach Europa reisen zu lassen. Damit muss der Tabellenführer (31:1 Punkte) ersatzgeschwächt zum direkten Verfolger, der bei 30:2 Punkten steht und einen Sieg braucht, um am TTC vorbeizuziehen. Wer in die Mannschaft rücken wird, lässt van gen Hassend offen: „Das werden wir am Freitag im Training klären.“

In van gen Hassends Aussagen schwingt eine große Portion Resignation mit. Dass ein Spieler einen Einsatz ablehne, sei ihm in über 30 Jahren als TTC-Chef nicht widerfahren, meinte der 64-Jährige schon zuletzt. Eine Niederlage in Velbert wäre für Lampertheim quasi gleichbedeutend mit dem Verbleib in der 3. Liga Nord. Nur der Meister steigt auf – Platz zwei ist kein Relegationsplatz. „Es gibt als Tabellenzweiter keine Chance, da es keinerlei Verzichte gibt“, führt van gen Hassend aus.

TTC Lampertheim denkt schon an die nächste Drittliga-Saison

Den TTC dürfte das doppelt hart treffen. Nach dem knappen Abstieg aus der 2. Bundesliga im vergangenen Jahr hatten sich die Südhessen gute Chancen auf den direkten Wiederaufstieg ausgerechnet. Für die kommende Saison stehen die Aussichten schlechter. Mit dem voraussichtlichen Zweitliga-Absteiger Oldenburger TB und den Regionalliga-Meistern SV Motor Falkensee und TTC Waldniel bekommt Lampertheim starke Konkurrenz. „Wir müssen jetzt eine wettbewerbsfähige Mannschaft für die 3. Liga hinbekommen“, sagt van gen Hassend auch deshalb: „Sollte das Wunder passieren, müssen wir zaubern.“

Auch im Vereinsumfeld ist der Unmut greifbar. Der große Bus, der knapp 50 Fans nach Velbert gebracht hätte, wurde laut van gen Hassend vor zwei Wochen storniert. „Aktuell sind es noch zwei Kleinbusse und ein Pkw. Das sind 19 Fans, die alle wissen, dass wir praktisch keine Chance haben“, stellt er klar. Zu Castro hat der TTC-Boss „aktuell keinen Kontakt“, wie er ausführt. Daher könne er auch „nichts dazu sagen“, ob dieser für den Saisonabschluss gegen Eintracht Frankfurt am 19. April in die Sedanhalle zurückkommen wird: „Die Enttäuschung und Wut in unseren Reihen ist groß.“

Quelle: Südhessen Morgen

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